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Königlich privilegierte Gasthöfe, die Kro ´s

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Schon immer hatten die Menschen, die auf lange Reisen gingen, das Bedürfnis, unterwegs zu essen und auch einen Platz zum Schlafen zu finden.
Als erster dänischer Gasthof oder „kro“ erhielt Bromølle Kro auf Seeland das königliche Privileg im Jahre 1198.

1283 entschied König Erik Klippinge, dass an so genannten Königswegen und Fährstellen Gasthöfe errichtet werden sollen.
Die Könige benutzen diese auf ihren Reisen durchs Land.
Königin Margrethe I. entschied 1396, dass auf jeweils vier Meilen ein Kro kommen sollte, und nach 1522 sogar auf jede zweite Meile.

 

1912 kamen die Letzten

Nach der Reformation 1536 entstanden viele königlich-privilegierte Kros. Die letzten drei erhielten ihr Privileg sogar erst 1912. Das sind über 800 Jahre Gastfreundschaft!

Als Lohn dafür, dass der Kroinhaber immer ein Bett und eine Mahlzeit für die Vorbeifahrenden bereit hielt, durfte er steuerfrei sein Bier brauen, Branntwein brennen und Brot backen. Für den eigenen Bedarf im Kro und für Gäste. Außerdem brauchte er keine Soldaten einzuquartieren.


Ein besonderes Kapitel
Heute gibt es noch ca. 100 königlich-privilegierte Kros in Dänemark.
Einig gibt es schon seit Jahrhunderten, andere sind nach Bränden wieder aufgebaut, oder auch von einer Straßenseite auf die andere umgesetzt worden. Einige sind Restaurants, andere bieten auch Übernachtungen an. Zusammen schreiben sie alle ein ganz besonderes Kapitel in der Geschichte des dänischen Gastgewerbes.
Und Dänemark ist das einzige Land in der Welt mit solch königlich-privilegierten Gasthöfen!